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Raleeha Lotor war eine Ishmanti und eine Sklavin bei den Albae. Sie war die Schwester von Farron Lotor und kam aus der Familie Lotor. Sie ist zusammen mit Sinthoras und Caphalor die Hauptperson des Romans Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn.

Aussehen Bearbeiten

Nach menschlichen Maßstäben war Raleeha unnatürlich schön. Sie hatte blaue Augen und schwarze Haare. Sie war außerdem auf einem Auge blind.

Raleehas Leben Bearbeiten

Vorgeschichte Bearbeiten

Seit Raleeha denken konnte, bereitete es ihr Vergnügen, anderen zu dienen und ihnen zur Hand zu gehen, trotz ihrer Herkunft als Schwester eines Fürsten. Zugleich fühlte sie sich durch ihre eigene künstlerische Ader zu dem Volk der Albae hingezogen, hörte die Geschichten über sie mit Begeisterung und nicht mit Grausen und Entsetzen wie alle anderen Menschen.

Raleeha übertraf in ihrer Malerei jeden anderen ihres Volkes, was ihr den Ruf verschaffte, eingebildet zu sein und sich für etwas Besseres zu halten. Der Neid und die Missgunst angesichts ihrer herausstechenden, mitunter düsteren Werke verstärkten das Gerede. Je mehr sie von den Albae schwärmte, umso feindseliger wurde man ihr gegenüber. Ihr schönstes Bild, das sie in der Halle des Rathauses aufhängen durfte, wurde von Unbekannten zerschlitzt, und sie selbst wurde mit einer Karikatur an ihrer Tür verspottet.

Sie musste bald lernen, ihre Faszination zu verbergen, um sich nicht stärkeren Anfeindungen ihrer Umgebung auszusetzen oder ihrem Bruder zu schaden. Auch er konnte sie bei aller geschwisterlichen Liebe nicht verstehen.

Als Angehörige der Familie Lotor lebte sie lange Zeit als Nomadin, dann wurden sie sesshaft und gründeten eine kleine Stadt, nahe der Grenze von Dsôn Faïmon.

Dort sah Raleeha Sinthoras nahe ihrem Heimatdorf beim Malen und beobachtete ihn. Das Kunstwerk, das er auf der Leinwand schuf, zog sie auf magische Weise an und ließ sie nicht mehr los. Die gleiche Wirkung hatte seine Anmut auf sie. Raleeha folgte Sinthoras daraufhin freiwillig und wurde seine Sklavin.

In Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn Bearbeiten

Weil sie ihm bei einem Bild zu wenig Pirogand-Gelb hingestellt hatte, stach Sinthoras ihr später die Augen aus.

Dann wurde Sinthoras zusammen mit Caphalor von den Unauslöschlichen auf eine Reise geschickt, um den Dämon als Verbündeten für ihr Volk zu gewinnen. Der Dämon sollte ihnen beim Angriff auf das Geborgene Land helfen. Heimlich folgte Raleeha Sinthoras.

Raleeha folgte den Hufspuren von Sithoras' Nachtmahr, doch schließlich verirrte sie sich. Caphalor, der von Sinthoras hintergangen worden war und deshalb erst später aufgebrochen war, fand sie und zwang sie, ihn zu begleiten, um möglichst viel über Sinthoras herauszufinden. Beim Versuch, das Reich der Fflecx zu passieren, wurden Raleeha und Caphalor von den Fflecx angegriffen, gefangen genommen und zusammen mit Sinthoras, der auch gefangen wurde, deren König Munumon vorgeführt. Dieser verlangte als Gegenleistung für das Passieren seines Landes, dass die beiden Albae ihm seine gestohlene Krone und ein Pergament von dem Gålran Zhadar zurückbringen, sowie dessen Kopf. Als Absicherung vergiftete er die beiden Albae und teilte ihnen mit, dass sie das Gegengift erst bei der erfolgreichen Rückkehr erhalten würden. Ansonsten würde das Gift sie innerhalb eines Monats töten.

Raleeha und die beiden Albae brachen gemeinsam zum Gålran Zhadar auf. Unterwegs schenkte Sinthoras Caphalor aus Wut Raleeha. Zudem trafen die Gefährten Karjuna. Die Obboona behauptete zu wissen, wie sie ins Schloss des Gålran Zhadar gelangen könnten. Die Albae zwangen sie dazu, ihnen zu helfen, und brachten das Pergament und die Krone in ihren Besitz, konnten aber bei ihrer überstürzten Flucht den Kopf des Gålran Zhadars nicht mitnehmen.

Da Sinthoras bezweifelte, dass der König der Fflecx wegen des fehlenden Kopfes das Gegengift aushändigen würde, verließ er die Gruppe. Raleeha musste ihrem neuen Herrn Caphalor folgen, der zu Munumon ging. Auch Karjuna kam mit ihnen mit, weil sie das teils zerstörte Pergament vervollständigen konnte.

Auf dem Weg dorthin wurden sie von Srinks angegriffen. Es stellte sich heraus, dass diese der Gewalt von Karjuna unterstanden, welche Caphalor in ihrem Wahnsinn zwang, dass er ihr schwört, ihr Gemahl zu werden. Nachdem Caphalor notgedrungen ihre Forderung erfüllt und versprochen hatte wiederzukommen, setzte er mit Raleeha die Reise zum König der Fflecx fort. Caphalor überreichte ihm die Krone und das Pergament, doch wegen des fehlenden Kopfes wollte der König das Gegenmittel nicht hergeben. Raleeha wurde von Caphalor heil nach Dsôn Faïmon gebracht, da der Alb ihre Qualitäten während der Reise entdeckt hatte, während er selbst von dort aus zurückkehren und den König der Fflecx sowie die Obboona aus Rache umbringen wollte. Für ihn galt sein tödliches Schicksal als besiegelt.

Auf der Reise erlitt Caphalor einen durch das Gift der Fflecx verursachten Schwächeanfall und entrinnt dem Tod nur, da sein albischer Freund Aïsolon ihn fand und ihn heimlich nach Dsôn Faïmon zurückbrachte. Dort wurde er von seiner Tochter Tarlesa geheilt. Alsbald brach Caphalor jedoch erneut zur Suche nach dem Dämonen auf, da er dachte, dass Sinthoras aufgrund der Vergiftung mittlerweile verstorben sein müsse. Er fand Sinthoras jedoch lebend und erfolgreich. Die beiden kehrten gemeinsam zurück.

Raleeha wurde währenddessen von der heilkundigen Tarlesa behandelt. Der Heilerin gelang es, die Regeneration von Raleehas rechtem Augapfel zu ermöglichen. Nach und nach gewann die junge Frau ihre Sehkraft auf dem behandelten Auge wieder zurück, was sie allerdings geheim hielt.

Sinthoras und Caphalor waren inzwischen zu Nostàroi ernannt worden und stellten ein Heer aus den verschiedenen Völkern des Jenseitigen Landes auf. Auch die Ishmanti, deren Anführer ihr Bruder Farron Lotor war, reisten deshalb an. Farron besuchte Raleeha, konnte sie aber nicht überreden, die Albae zu verlassen.

Sinthoras hatte inzwischen eine Gefährtin, Timānris, gefunden. Raleeha traf zufällig auf Timānris. Diese sieht Raleehas Zeichnungen, die Raleeha blind angefertigt hatte, und war sofort begeistert. Deshalb fragte sie Caphalor, ob sie Raleeha bei sich aufnehmen könne, und dieser willigte ein.

Sinthoras machte Timānris einen Heiratsantrag, bevor er zum Geborgenen Land aufbrach. Da Raleeha auch in ihn verliebt war, griff sie Timānris plötzlich aus Eifersucht an. Da diese aufgrund ihrer Verletzungen nicht mehr in der Lage war zu sprechen, gelang es Raleeha jedoch, die Geschehnisse als einen Unfall darzustellen.

Dann verließ Raleeha Dsôn und folgte Sinthoras wegen ihres schlechten Gewissens und aus Liebe zum Schlachtfeld. Sie wollte ihm ihre Tat gestehen. Sie entschied sich jedoch um und schrieb einen Brief, den sie für einen Brief von Timānris ausgab, und Sinthoras sagte, es sei Timānris letzter Wille gewesen, bevor sie starb. In dem Brief stand unter anderem, dass Raleeha Sinthoras neue Gefährtin werden sollte.

Als Sinthoras, Caphalor und der Dämon den Steinernen Torweg einnahmen, folgte sie Sinthoras erneut. Er bemerkte während des Kampfes eine heranfliegende Axt nicht und Raleeha warf sich in die Flugbahn. So rettete sie Sinthoras' Leben, ohne dass dieser davon erfuhr, und starb gleichzeitig.

Raleehas Wohnorte Bearbeiten

Sinthoras' Haus in Avaris Bearbeiten

Sinthoras' Haus in Avaris bestand aus Steinholz. An den Wänden hingen Gemälde voll düsterer Schönheit.

Ein aus kunstvoll geschnitztem Holz bestehendes Portal, auf dem eine Schlachtenszene verewigt worden war, führte zu einem hohen Raum mit einem großen Fenster, durch welches das Sonnenlicht fiel; das Glas war in einem leichten Blau getönt. Lüftungsklappen ließen frische Luft herein. Entlang der Zimmerwände standen fünf Schritt hohe Regale voller verschlossener Gläser in verschiedensten Größen, gefüllt mit flüssigen und festen Ingredienzen, Pigmenten, Farben und Mischungen, die Sinthoras zum Malen benötigte. Alle waren kostbar, manche extrem selten und einige unbezahlbar. Nur mithilfe einer langen Leiter, die auf Rollen hin und her geschoben werden konnte, waren die obersten Regale zu erreichen.

Caphalors Anwesen in Shiimāl Bearbeiten

Caphalor Anwesen war das letzte nicht militärische Gebäude von Shiimāl. Caphalor hatte es zusammen mit Enoïla entworfen. Es war ein fünfeckigesHaus in lichtem Schwarz mit vielen Erkern und Vorsprüngen. Es war vier Stockwerke hoch und hatte Silberreetdächer und einen Balkon, der rund um das Haus verlief.

Unten lagen die Stallungen und Dienstbotengemächer, darüber die Wohn- und Aufenthaltsräume der Familie, gefolgt von den Schlafgemächern und vielen verschieden großen Räumen sowie der Festhalle. Ganz oben hatte er große Fenster einbauen lassen, damit er und seine Gemahlin genügend Licht für ihre Werkräume hatten: Hier konnten sie Bilder von der Umgebung malen, abstrakte Skulpturen der Sklaven auf dem Feld schaffen oder Lieder für die Laute ersinnen.

Sieben Meilen von seinem Haus entfernt hatte Caphalor seinen zweihundert Menschen, drei Halbogern und zwei Trollen für die richtig schweren Aufgaben ein Lager aus Zelten und Hütten errichtet. Sie schufteten auf den Feldern.

Timānsors Anwesen in Dsôn Bearbeiten

Timānsor hatte ein Anwesen in Dsôn, das in jeder Nische, an jeder Wand, sogar an der Decke und auf den Fußböden Kunstgegenstände aufwies. Bilder, Skulpturen, Mischformen, abstrakte Dinge, doch stets versehen mit Vergänglichkeit und Schönheit gleichermaßen.

An der steilen Treppe, die vom ersten Stock in den zweiten führte, gab es eine Waffensammlung. Eine dieser Waffen benutzte Raleeha, um Timānris anzugreifen.

Im Garten hatte sich Timānsor regelrecht verausgabt hatte, um der Natur seinen Willen aufzuzwingen. Jeder Busch und jeder Baum waren in Form geschnitten, eingefärbt und mit Steinen besetzt worden. Er hatte künstliches Gras aus den weichen Borsten von Tieren und Bestien geschaffen und Inseln damit angelegt oder es zu Ornamenten gefügt.

An der Seite des Gartens befand sich der Eingang zu einer Laube aus filigranem Schwarzeisen. Unzählige Knochenwindspiele bildeten einen blickdichten Vorhang vor den halbrunden Fenstern.

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