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Gwandalur war ein Reich der Elben in Gauragar. Es war ein kleines Anhängsel der Goldenen Ebene. Die Elben beteten dort Drachen an, die sie als Verkörperung von Sitalia verehrten und die die Umgebung heimsuchten und alles fraßen, was den Menschen gehörte. Die Elben sahen sich als Abkömmlinge von Drachen, nannten sich göttlich und verlangten von den Menschen größte Abgaben, damit sie die Drachen friedlich hielten.

Die Drachen lebten in einem ausgehölten Berg, der das Zentrum Gwandalurs bildete. Es gab dort drei große und elf kleinere Drachen. Auf den kleineren ritten die Elben griffen Feinde aus der Luft an.

Der Berg Bearbeiten

Der Berg hatte schroffe und steile Wände. Auskragungen ragten zungengleich aus dem Gestein; sie dienten als Landeplätze der Drachen. Widerstandsfähige Bäume hatten ihre Wurzeln um Felsen geschlungen und waren gewachsen.

Den Eingang in den Berg bildete ein Tor, so groß, dass ein Drache hindurchpasste, mit purem Gold beschlagen. In das Tor war ein Relief eingearbeitet, dass ein göttliches Wesen dabei zeigte, wie es ein Drachen und einen Elben zur gleichen Zeit schuf. Echte Edelsteine und Gemmen waren eingearbeitet und legten Zeugnis ab von dem Reichtum, zu dem die Elben gekommen waren. Über dem Tor waren breite Schießscharten eingelassen, hinter denen Feuerschein flackerte. Die Elben hatten den Berg rund um den Einlass so behauen, dass das Tor wie das Maul eines riesigen Drachen wirkte.

Um im Dunkeln nach möglichen Eindringlingen zu suchen, hatten die Elben drehbare Leuchtvorrichtungen gebaut, die aus mehreren Lampen und gewaltigen Spiegeln bestanden, die das Licht bündelten. Sie erschufen unzählige Lichtkegel von der Dicke einer Baumkrone und stanzten gleißende Löcher in die Finsternis.

Von der Eingangshalle führte ein 30 Schritt höher und ebenso breiter Gang zu einem senkrechten Schacht. Eine Rampe, die aus dem Fels geschlagen war, zog sich spiralförmig hunderte von Schritten nach oben. Sie ermöglichte einem verwundeten Drachen, ins Innere des Berges und damit in Sicherheit zu gelangen, auch wenn er nicht mehr fliegen konnte. Außerdem konnten darüber Reitet und Fuhrwerke in die Höhe geschafft werden. An den Wänden glühten kleine Lampen und verbreiteten rotes, angenehmes Licht.

Die Stockwerke waren ringförmig angelegt. Jede Handbreit Mauer und Wand war mit Symbolen verziert oder mit Wandbildern versehen. Nichts sah plump oder hastig gefertigt aus. Die unteren Bereiche waren den Wachmannschaften vorbehalten, wo man weniger Wert auf Gemütlichkeit legte. Die Wände waren mitunter poliert, der Boden mit Platten versehen oder mit Teppichen ausgelegt. Je höher man kam, desto mehr Mühe hatten sich die Bewohner gegeben, ihre Behausung auszuschmücken und wohnlich zu gestalten. In den obersten Stockwerken lebten die Drachen mit ihren Reitern.

Die Drachen wurden hinter Gitterstäben gehalten. Davor war eine Ansammlung von Winden und Hebeln angebracht. Ketten führten von dort weg, mal hoch zur Decke und durch den Stein, mal durch die Stäbe in den Bereich hinter dem Gitter.

Die Drachen lagen hinter den Gittern auf Betten aus Asche und glühenden Kohlen. Sie waren umschlungen von Stahlbändern, die Schwingen von langen Klammern an den Leib gepresst, damit er sie nicht entfalten konnte.

Die Wärmetürme Bearbeiten

In Gwandalur verteilt standen zudem bauchige, spitz zulaufende Türme, aus deren Öffnungen Rauch stieg. Es waren Wärmetürme, damit das Blut der Drachen nach einem Flug in der eisigen Luft wieder dünnflüssig und heiß wurde. So konnten die Drachen auch im Winter fliegen. Um die Türme herum siedelten sich Menschen an.

An den Seiten der Türme gab eiserne Klappen, durch die jeweils ein Leiterwagen passte und die mit einer Kurbel geöffnet wurden. Eine Rampe aus Backsteinen führte hinauf. Innen waren Kohlebetten ausgebreitet, Drachenkot schmurgelte in der Hitze und verpestete die Luft.

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