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Im Beinturm lebten Nagsar Inàste und Nagsor Inàste. Er stand in der Mitte von Dsôn und war allein erbaut aus den Gebeinen der vernichteten Feinde. Um den Beinturm zu bauen, führten die Albae so viele Kriege, bis sie genug Knochen hatten. Die Acïjn Rhârk waren die einzigen, die ihnen Einhalt gebieten konnten. Die Albae besiegten sie, indem sie sie vergifteten. Ihre Knochen und Schädel bekamen den besten Platz auf dem Beinturm, ganz oben auf der Spitze.

Aussehen Bearbeiten

Die Unauslöschlichen hatten im Mittelpunkt des Kraters einen Berg errichten lassen, und diesen Berg hatten sie mit 4000 Stufen versehen, die zu ihrer Residenz führten.

Eine leere Halle, deren Wände aus Basalt gefertigt waren, führte zu dem Beinturm mit einem frei stehenden Treppenhaus, in dem sich gleich fünf Treppen umeinander nach oben schraubten; es maß um die vierzig Schritt im Durchmesser. Dunkelgrünes, graues, dunkelblaues und gelbes Licht fiel durch die gefärbten Glasscheiben und verlieh dem überwältigenden Anblick etwas Unwirkliches, Entrücktes.Vögel flatterten darin umher, verlorene Federn schwebten sanft dem Boden aus polierten Knochenplatten entgegen und änderten ihre Farbe, je nachdem, durch welches Licht sie flogen.

Die Stufen der Treppen waren aus den Schilden besiegter Feinde und deren Knochen gestaltet worden. Die Außenwände der Treppen dagegen bestanden aus geschliffenem Steinholz. Mehrere Übergänge verbanden die Stufenstränge, die sich unaufhörlich emporwanden, bis sie zu einer einzigen breiten Treppe zusammenwuchsen. Die Treppen hießen Stiegen der Unterwerfung. Von der obersten Stufe bis zum Boden waren es eintausend Schritt.

Auf der rechten Seite der Empore führte eine Doppeltür aus Tionium, auf welcher der der sternenförmige Umriss des Albae-Reichs eingetrieben worden war, zu dem Empfangssaal der Unauslöschlichen. Runen mahnten des Besucher, die Augen zu senken, um nicht vom überwältigenden Anblick des geschwisterlichen Herrscherpaares blind oder wahnsinnig zu werden.

Der Empfangssaal war von dunkelrotem Licht beleuchtet. An den Wänden hingen Bilder aus verwobenem Haar, das wiederum von den verschiedensten ausgemerzten Kreaturen stammte. Niemals mehr ließen sich diese Werke kopieren. Abstrakte Muster, voller Leuchtkraft, voller Anziehungskraft und Düsternis. Es roch nach Weihrauch und nach kostspieligen, duftenden Essenzen, gewonnen aus den Zutaten, die vernichtete Feinde und Wesenheiten ihnen lieferten. In diesem Saal standen die beiden Throne der Unauslöschlichen.

Der Raum dahinter war mit Blattgold ausgekleidet, riesige Laternen aus Bernstein, die an unterschiedlich langen Perlenketten von der Decke hingen, verbreiteten einen warmen Schein. Genau in der Mitte befand sich ein verkleinertes Modell ihres Reiches mitsamt den angrenzenden Ländern. Nagsar Inàste hatte es erschaffen, auf den Boden gemalt, mit Sand und Erde versehen und die größten Flüsse, Seen und Meere mit Wasser dargestellt. In der Mitte erhob sich der Beinturm.

Eine Wendeltreppe führte zu dem gläsernen Stockwerk darüber. Vogelgleich schwebte der Betrachter über dem Modell, konnte es betrachten und überlegen. Die Scheibe war so geschliffen, dass man sie nicht wahrnahm. Nicht einmal eine Spiegelung verriet sie.

In den Gemächern der Unauslöschlichen befindet sich außerdem ein schlicht eingerichteter Lesesaal.

Die Diener im Beinturm Bearbeiten

Die Diener im Beinturm mussten sich das Augenlicht nehmen lassen, um ihren Verstand nicht zu schädigen - denn Wer den Unauslöschlichen zu lange ins Antlitz sah, fiel dem Wahnsinn anheim. Sie waren zu anmutig, sogar für das eigene Volk.

Die leeren Augenhöhlen der Diener schienen das Licht anzusaugen; um sie herum waren weiße Symbole eintätowiert, welche die Dunkelheit und damit den Verlust des Augenlichts besonders betonten.

Auch wenn die Diener blind waren, gaben sie passable Gegner ab. Sie löschten erst die Feuer der Feinde, breiteten Schatten aus, und dann brachten sie den Tod in ihre Reihen.

bekannte Diener Bearbeiten

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